C.- Krise und die Digitalisierung der Hochschulen

Der wissenschaftliche Beirat des BmWE kritisiert hier im Dossier die Folgen der schleppenden Digitalisierung, die in der Krise die bisherigen Defizite in der öff. Verwaltung, konkret in den Hochschulen gezeigt haben:  “Es wird weiterer Maßnahmen bedürfen, um die digitale Transformation der deutschen Hochschulen an internationale Standards heranzuführen.” (S.10)
“Zu den in Frage kommenden Handlungsoptionen gehört zunächst die Förderung der Forschung und Entwicklung, insbesondere in Bereichen, die für die Digitalisierung relevant sind. In mittelständischen Unternehmen zeigen sich zudem, wie bei früheren technologischen Veränderungen, Informationsdefizite, die durch eine niederschwellige Förderung von Beratungsleistungen (Digital-Voucher) zumindest teilweise behoben werden können. Beispiele für solche Fördermaßnahmen gibt es bereits mit den Programmen „go-digital“, „go-inno“ und „Digital Jetzt“, die aber nur eine kleine Zahl von KMU erreichen” (S.19)

Das macht mir Mut, das von außen anzupacken!
Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Ministerium/Veroeffentlichung-Wissenschaftlicher-Beirat/gutachten-digitalisierung-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Innovations- Wettkampf im Film

It´s a movie about Ford vs. Ferrari, a classic underdog story, about partner- and friendship.
“You´re going to build a car, to beat Ferrari… Correct. And how log are you going to take- 2,.. 300 years? “90 Days.”
“FORD hates guys like us- `cause we´re DIFFERENT!”
Check the story, GET THE SPIRIT!

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https://www.youtube.com/watch?v=7MVF_OCtJpg

Deutschland fällt zurück, China, Südkorea vorn

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Edit: (04/2021)
“Deutschland fällt bei Patenten für digitale Zukunftstechnologien weiter zurück – China und Südkorea preschen vor, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Patent- und Markenamtes. In den meisten digitalen Technologiefeldern liegen die USA bei den neuen Patenten 2020 zwar noch vorn, asiatische Firmen holen aber stark auf. Deutsche Unternehmen spielen teilweise nur eine untergeordnete Rolle. Eine deutsche Aufholjagd in den Digitaltechnologien sei nicht erkennbar. Die Ergebnisse decken sich mit einer Analyse der Weltklassepatente, die nur die Top 10 der wichtigsten Patente umfassen. So wird das nix mit der digitalen Souveränität.”
https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/innovation-deutschland-faellt-bei-patenten-fuer-zukunftstechnologien-zurueck-china-und-suedkorea-preschen-vor/27047414.html?utm_term=organisch&utm_campaign=standard&utm_medium=social&utm_content=ne&utm_source=Twitter&ticket=ST-1918974-ckeOdaRoKImGYQWYVLCy-ap5#Echobox=1617042410

edit, 05/2021
Aus der Bloomberg- Perspektive  scheint es etwas besser auszusehen.  “Innovationsfähigkeit ist jedoch mehr als nur Patente: Europäische Länder erzielen im Bloomberg Innovation Index einen hohen Stellenwert”, gefunden hier: https://report.ie.foundation/report-2020 S. 19-22 (Prädikat: “Wertvoll”)
… und jetzt wird es spannend: “Europa hat kein einziges Silicon Valley – Stattdessen gibt es viele Technologiecluster auf dem gesamten Kontinent
Die größten europäischen Technologiezentren, definiert durch die 20 Regionen mit dem höchsten Anteil an Mitarbeitern in wissensintensiven Diensten, sind auf 19 Länder in allen Teilen des Kontinents verteilt. Während der Anteil der Techniker allein nicht zu digitalen Produkten führt, schaffen sie regionale Ökosysteme, die Kreativität und Innovation fördern.” 
und WO ist das? 
hier: 



Schweiz führt


Im Global Innovation Index (2018) von WIPO und INSEAD führt die Schweiz
https://www.startupticker.ch/en/news/september-2020/switzerland-remains-the-world-s-leader-in-innovation#.X1CVPiBzv7k.twitter

Deutschland fällt zurück von Platz 7 auf 9

Deutschland fällt weiter zurück, China, Südkorea vorn

Wenn die wirtschaftliche Entwicklung und damit der Wohlstand eines Landes von der Innovationskraft abhängt, dann sieht es für D nicht gut aus. Makronom hatte bereits 10/ 2019 die Innovationskultur in D kritisch betrachtet.

Die Bertelsmann Studie legt jetzt offen, was das bedeutet: dass wir von der innovativen Substanz der Vergangenheit leben: “Vor allem bei der Patentqualität haben China und Südkorea demnach in den vergangen Jahren enorme Fortschritte gemacht. China sei in einigen Technologien zu Ernährung und Umwelt inzwischen weltweit führend. Insgesamt zählte China der Studie zufolge im vergangen Jahr in 42 der 58 untersuchten Technologien je zu den drei Spitzenreitern. 2010 erreichte das Land noch in keinem dieser Bereiche einen Spitzenplatz.

Die Europäische Union habe 2019 in zwei Bereichen eine Spitzenposition erreicht: bei Windkraft und Functional Food. Ohne den Brexit wären es laut Bericht fünf erste Plätze; hinzu kämen Wasserkraft, Biozide und Verbundwerkstoffe. Großbritanniens Stärke liege zudem in digitalen Entwicklungen wie 5G oder Blockchain. Allein verfügte jedoch kein einziges europäisches Land über die meisten “Weltklassepatente”.” mehr: https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/ostasien-holt-bei-patenten-mit-weltklasse-auf-2833/

Es nervt, aber es ist seit Jahren absehbar:

Man wiederholt sich, (Studie vom Oktober 2019) bleibt aber seit Jahrzehnten ungehört: “Unsere Studie zeigt: Je innovativer ein Unternehmen, desto größer ist sein wirtschaftlicher Erfolg und desto dynamischer wachsen die Mitarbeiterzahlen. So liegt die Nettoumsatzrendite, die angibt, wie hoch der Anteil des Gewinns am Umsatz ist, bei den beiden Innovationsführer-Milieus deutlich über dem Durchschnitt aller untersuchten Unternehmen. So erzielen die „Disruptiven Innovatoren“ eine Rendite, die um 33 Prozent höher ausfällt als im Durchschnitt aller Milieus.
Basierend auf der Studie plädiert die Bertelsmann Stiftung für mehr europäische und internationale Kooperationen, auch zwischen Forschung und Unternehmen, sowie für mehr Startup-Gründungen.

DANN MACHEN WIR DAS DOCH!

Im Interview mit dem Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich, Robert Reichenbach in der NZZ zeigt, woran es liegen könnte:
“Wenn die Südkoreaner viel bessere Leistungen etwa in Mathematik erbringen als beispielsweise Armenien oder die Vereinigten Arabischen Emirate, so haben sie offenbar sehr viel besser das Wissen erworben, das dann auch getestet worden ist. Mehr nicht. …
Wer nicht auswendig lernen könnte, hätte die Gedächtnisspanne eines Säuglings, also rund zwei Sekunden.
Das ganze Interview: https://www.nzz.ch/gesellschaft/bildungswunder-suedkorea-konfuzius-autoritaet-und-auswendiglernen-ld.1602013

Der Erziehungswissenschafter Reichenbach propagiert demnach das Auswendiglernen?

Ich bin in der Tat ein dezidierter Vertreter des Auswendiglernens. Wer grundsätzlich Mühe damit hat, sollte lieber nicht als Lehrperson tätig sein.” [!!] …

Welches sind die wesentlichen Tugenden der koreanischen Erziehungspädagogik?

Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Anerkennung von Älteren, Eltern, Lehrpersonen als Autoritätspersonen. Anstand und Hilfsbereitschaft sind sicher prägende und weitgehend realisierte Ideale und Tugenden der südkoreanischen Gesellschaft, die bis heute stark patriarchal geprägt ist.”

Unbedingt anhören!

https://der-achte-tag.podigee.io/feed/mp3

Gerade bei Gabor Steingart in seiner (auch exzellenten!) Poodcast- Reihe “Der achte Tag” gehört und begeistert!

Jeder Satz trifft, zB.: “Hürden in den Köpfen sind das Problem. Die digitale Transformation braucht vor allem eine mentale Transformation.”

“Mit vielen Besitzstandswahrern am Tisch und einer Bevölkerung, von der sich viele schon im Sinkflug in Richtung Rente befinden, lassen sich nur schwerlich zukunftsgerichtete Reformen durchsetzen.”

„Der Wecker klingelt“, sagt Digitalberater Prof. Klemens Skibicki. Der ganze wunderbare Podcast ist (iTunes/Apple) hier

Vor 35 Jahren hatte ich dazu die Idee. Und – haargenau! – dieselbe Rede hätte ich jedes Jahr wieder halten können.

… und ich mache das trotzdem. Jetzt. Weiter.

Innovationen in Olivenöl

Es ist was faul im Staate D…
und das ist die Kraft zur Innovation.
Während das LinkedIn – Redaktionsteam von 4- Tage- Woche träumt, und sich des Applauses des “Corporate Establishments” sicher sein Kann (-> Kommentare!), lahmt die ganze Wirtschaft.
Wir leisten uns mehr Gender (196)- als Pharmazie- Lehrstühle (191- Stand 2015), weil in Benin nicht Kindersterblichkeit verringert, sondern Gendersensibilität gemehrt werden muss. Welch ein Segen für Afrika, was eine Innovationskraft?!
Auch der Mittelstand verliert seine stärkeste Potenz zur Innovation:

Aber die Industrie?
Ein Desaster! Lesen Sie hier, wie Innovationen von Bedenkenträgern, “Corporate Suckers”, abgewürgt werden:
Handelsblatt Kommentar
Und jetzt? Packen wir ein?
Wir kaufen ein- bis zweitausend Olivenbäume und machen high- end- Olivenöl.
Wie diese 2 hier: http://www.prodottiamano.com/

Statt Klimaforschung – über das Forschungsklima

Gefunden bei Gabor Steingart, morning Briefing vom 13.2.2020

„Deutschlands Ressource sind nicht Kohle oder Kupfer, sondern kluge Köpfe. Doch die neuen Weltmächte holen auf: China ist inzwischen das Land mit den meisten Technologiepatenten. Und Deutschlands Forscher? Die ersticken an Bürokratie.

In einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1000 Universitätsprofessoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Deutschen Hochschulverbandes und der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt hat, klagt eine Mehrheit der Forscher, dass die Bürokratie ihnen die Zeit für schöpferische Gedanken klaue.

Nur noch etwas mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit, 52 Prozent, verbringen die befragten Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter mit Forschung und Lehre. Die übrige Zeit werde für akademische Selbstverwaltung, Gutachten zur Einwerbung vonDrittmitteln sowie sonstige Anträge aufgewendet. Vor 40 Jahren entfiel laut Allensbach noch 72 Prozent der Arbeitszeit auf Forschung, Lehre und Prüfungen.

Über die Situation an den Hochschulen habe ich für denMorning Briefing Podcast mit Prof. Dr. Anja Steinbeck gesprochen. Die Rektorin der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität sagt:

“Man muss als Wissenschaftler immer Drittmittel einwerben. Das heißt, man muss Anträge schreiben. So ein Antrag macht sehr viel Arbeit. Es gibt Bewilligungsquoten von zum Teil unter fünf Prozent. Das heißt: Von 100 Anträgen kommen gerade einmal fünf in die Förderung, 95 sind umsonst geschrieben.“ -“Das ist alles sehr aufwendig und hält vom Forschen ab.“

“Wenn ich die Gegenmeinung gar nicht erst höre, kann ich sie auch nicht widerlegen. Es ist natürlich naiv zu glauben, dass nur weil diese Meinung nicht ausgesprochen wird, sie nicht mehr existiert.“

Auch über die Verengung vonDenkräumen an den deutschen Hochschulen durch eine grassierende politische Korrektheit haben wir gesprochen. Sie sagt: “Wenn ich die Gegenmeinung gar nicht erst höre, kann ich sie auch nicht widerlegen. Es ist natürlich naiv zu glauben, dass nur weil diese Meinung nicht ausgesprochen wird, sie nicht mehr existiert. … Themenvielfalt, Methodenpluralität, Ergebnisoffenheit – das sind die Dinge, die die Forschung braucht, um frei zu sein. Nur in freier Forschung kann sich Kreativität entfalten.“