Innovationskraft Risikokapital F und GB

via Gabor Steingart, Morning Briefing v. 21.10.2019

40 Prozent des Risikokapitals flossen in junge digitale Unternehmen in Großbritannien. Die Tech-Entrepreneure des Vereinten Königreichs sammelten mit 6,7 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel Geld ein wie noch im Vorjahreszeitraum. Sie bauten ihre Spitzenposition damit aus.

► Ihre Position verbessern konnten auch französische Start-ups. In den ersten sechs Monaten flossen 2,8 Milliarden Euro in die Gründer – ein Plus von 40 Prozent.

► Auch deutsche Start-ups haben mehr Geld in der Kriegskasse als im Vorjahr. Mit einem Plus von acht Prozent auf insgesamt 2,7 Milliarden Euro wachsen sie aber deutlich langsamer als ihre französischen Kollegen.

Fazit: Im Vokabular der Risikokapitalgeber scheinen „Brexit“ und „Rezession“ Fremdwörter zu sein. Im Gegenteil: Investoren glauben an die Innovationskraft europäischer Digital-Pioniere. Die Bundesregierung sollte sich indes die Frage stellen, weshalb mit Europa nicht zwingend Deutschland gemeint ist.

20 Milliarden Dollar Risikokapital pro Jahr fehlen

Gefunden bei Dr. Holger Schmidt:

(Michael Kroker)

Nur ein deutscher Tech-Konzern hat eine Börsenwert von über 100 Milliarden Dollar. Für ein sich selbst verstärkendes Ökosystem fehlt vor allem Kapital.

Dass Risikokapital in Deutschland – trotz vermeintlicher Erfolgsmeldungen – immer noch rar ist, habe ich immer mal wieder hier im Blog thematisiert. Im vergangenen Jahr etwa war der Wert unter anderem stark von den zwei Börsengängen Delivery Hero und HelloFresh inflationiert, die allein für gut ein Viertel des Venture Capitals sorgten.

Wie sehr der Mangel an Riskokapital letztlich das gesamte Digital-Ökosystem beeinflusst, hat die Unternehmensberatung McKinsey jetzt in einer Studie herausgearbeitet. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

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